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Neue Tiefe und Lebendigkeit. Orchestrierung von Dvořáks „Zigeunermelodien“

Antonín Dvořák
Cigánské melodie (Zigeunermelodien) op. 55, B 104 (1880), instrumentiert von Daniel Black

Besetzung: Solostimme, Orchester: 2,2,2,2 – 4,2,0,0 – Pk, Schlg (1) – Hfe – Str

Aufführungsdauer: ca. 14 Minuten

Verlag: Bärenreiter Praha, BPR00888-72/BPR00889-72, Aufführungsmaterial leihweise

Antonín Dvořáks Liederzyklus „Zigeunermelodien“ op. 55 ist seit Langem ein fester Bestandteil des Kunstliedrepertoires. Eine neue Orchestrierung des Montrealer Komponisten und Dirigenten Daniel Black macht dieses beliebte Werk nun auch für Aufführungen mit Orchester zugänglich.

Der Zyklus wurde 1880 für den österreichischen Tenor Gustav Walter komponiert und umfasst sieben kurze Gedichte aus Adolf Heyduks (1835–1923) früher Sammlung „Gedichte“. Der Text, der die Idealisierung der Lebensweise der Roma in der Mitte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt, behandelt Themen wie die Verbindung zwischen Mensch und Natur, das grundlegende menschliche Bedürfnis nach Musik und vor allem die Erhöhung der Freiheit zu etwas, das über allem anderen steht. Diese Betonung der Freiheit verweist auf die zunehmende Stärke der nationalen tschechischen Identität im späten 19. Jahrhundert. Die Lieder können auf Tschechisch, Deutsch (beide von Heyduk) oder Englisch (in einer Übersetzung von Natalia Macfarren) gesungen werden.

Die neue Orchestrierung ist sowohl in einer Transposition für hohe als auch für tiefe Stimmen erhältlich und erfordert ein kleines bis mittleres Orchester mit zwei Flöten, zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Fagotten, vier Hörnern, zwei Trompeten (nur im letzten Lied), Pauken, einem Schlagzeuger, Harfe und Streichern. Es wurde so weit wie möglich darauf geachtet, Dvořáks Sensibilität für Orchestrierung zu beachten: Die Instrumentierung orientiert sich an den vom Komponisten selbst orchestrierten „Biblischen Liedern“ op. 99 mit einer erweiterten Holzbläsergruppe und zwei zusätzlichen Hörnern. Bläser und Streicher wurden so nah wie möglich an den Orchestrierungsgewohnheiten des Komponisten gestaltet.

Die Reichhaltigkeit der Orchesterfarben unterstreicht den folkloristischen Charakter von Dvořáks Vertonung und verleiht der Begleitung neue Tiefe und Lebendigkeit. Eine Aufnahme der Fassung für hohe Stimme erscheint in Kürze beim Label Chandos mit der Sopranistin Sara Jakubiak und der Sinfonia of London unter der Leitung von John Wilson.

Daniel Black
(aus [t]akte 1/2026)

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