Logo: takte
Das Bärenreiter Magazin
  • Portrait
  • Musiktheater
  • Orchester
  • Zeitg. Musik
  • Gesamtausgaben
  • Publikationen
  • Termine
  • Kontakt

English switch to english

Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“als komische Oper für Kinder

Miloš Vacek
Des Kaisers neue Kleider. Komische Oper in drei Akten. Libretto: Miroslav Homolka (nach H. C. Andersen). Deutsche Textfassung: Ulrich Lenz (für die Produktion der Komischen Oper)

Premiere: 13.10.2013 Komische Oper Berlin, Musikalische Leitung: Uwe Sandner,

Inszenierung: Lydia Steier

Personen: 17 Rollen, Chor

Orchester: 2,2,2,2 – 4,3,3,1 – Pk, Schlg – Cel – Hfe – Str.

Verlag: Dilia Prag, Vertrieb: Bärenreiter · Alkor

Foto: Gunnar Geller

Hans Christian Andersens berühmtes Märchen über Lüge, Selbstbetrug und Eitelkeit als heiter-satirisches Singspiel aus der Feder des tschechischen Komponisten Miloš Vacek (1928–2012), dessen Musik in ihrer volkstümlich zupackenden Rhythmik ebenso wie in ihren zauberhaft lyrischen Momenten ganz in der Tradition Smetanas und Dvořáks steht.

Hochnäsige Gecken bevölkern den Hof von Kaiser Maximilian von Eitelstein: Neben der heiratswütigen Prinzessin Culifinda, einer wahren Nervensäge, treiben die beiden intriganten Minister Alfred Schönling und Benedikt Wachsam ihr Unwesen. Und der Hofmeister seiner Majestät achtet darauf, dass auch bei den jungen Besuchern im Publikum kein Hemdknopf fehlt und die Hose richtig sitzt.

Kleider bestimmen das Leben am Hof des Kaisers, die Eitelkeit regiert. Da nimmt es nicht Wunder, dass die beiden Freunde Jan und Barnabas, die irrtümlich für Schneider gehalten werden, leichtes Spiel haben, wenn es darum geht, den wirklich allerletzten Modeschrei zu kreieren: eine Robe, die für Dumme nicht zu sehen ist! Oder die nur die Eitlen zu sehen glauben? – Aber selbst im Reich Kaiser Maximilians gibt es noch ein paar vernünftige Menschen, die sich nichts vormachen lassen, allen voran natürlich die Kinder, die als erstes über den halbnackten Kaiser lachen …

Für all seine, auch in ihrer Lächerlichkeit stets liebenswerten Figuren findet Miloš Vacek abwechslungsreiche Töne: Ob schrille Koloraturen für Prinzessin Culifinda, ein kerniges Strophenlied für den resoluten Gastwirt oder weit ausladende Melodiebögen für die beiden Verliebten – stets lässt die schwungvolle Musik die tschechischen Wurzeln ihres Komponisten durchscheinen.

Ulrich Lenz
(aus [t]akte 2/2013)

zurück

English switch to english

Musiktheater

„Leonore“: Beethovens unbekannter „Fidelio“. Die Fassung von 1805
Kann das gutgehen? Liebe zwischen Feinden in Rameaus „Les Fêtes de Ramire“
Orpheus und Eurydike. Das Drama um die Macht des Gesangs, um Liebe und Tod
Kontrapunkt und Theaterinstinkt. Vier Neueditionen von Werken Contis
Dramatische und psychologischer Intensität. Jean-Baptiste Lullys Oper „Psyché“
San Francisco oder VEB Kraftverkehr. Heiteres Musiktheater der DDR
Glucks Ballettmusik zu „L’Île de Merlin“
Tödliche Begegnungen. Miroslav Srnkas neue Oper „Voice Killer“
Von Hölzern und Eidechsenengeln. Beat Furrers Oper „DAS GROSSE FEUER“ für Zürich
Von fernen und magischen Welten. Joseph Haydns Opern
Astrale Zwillingsliebe. Die erste Fassung von Rameaus Oper „Castor et Pollux“
„Einfach brillant!“. Marco Comin ediert Musik von Francesco Bartolomeo Conti
Ägypten in Fontainebleau. Jean-Philippe Rameaus Oper „La Naissance d’Osiris"
„Carmen“ unter der Lupe. Das Potenzial der Fassungen
Das Orchester spielt die Hauptrolle: Bruno Mantovanis Oper „Voyage d’automne“
ImpressumDatenschutz