Logo: takte
Das Bärenreiter Magazin
  • Portrait
  • Musiktheater
  • Orchester
  • Zeitg. Musik
  • Gesamtausgaben
  • Publikationen
  • Termine
  • Kontakt

English switch to english

Miroslav Srnka – Uraufführungen in München

Miroslav Srnka
moves für Orchester
Uraufführung: 8.5.2015 München (musica viva), Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Leitung: Matthias Pintscher
Besetzung: 4,3,4,3 – 6,4,3,1 – Pk, Schlg (3) – Hfe, Klav –Str (min. 14,12,10,8,6)
Aufführungsdauer: ca. 16 Minuten
Verlag: Bärenreiter · Aufführungsmaterial leihweise

Miroslav Srnka – aktuell

Für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks hat Miroslav Srnka moves komponiert. Im Rahmen von „musica viva“ dirigiert Matthias Pintscher am 8. Mai 2015 die Uraufführung.

In moves, seiner Komposition für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, spielt Miroslav Srnka mit der Wahrnehmung, mit der Erfahrung von Zusammenhang und Kontrast, und dies nicht nur im strukturellen, sondern vor allem im (psycho-)akustischen Sinne. Überlegungen über die Gedächtnisgrenzen beim Zuhören und über die Vorhersehbarkeit eines Klang-stroms führten zu dem Entwurf in sich geschlossener musikalischer Momentformen. In diesen entfaltet sich jeweils ein organischer Klangstrom, dessen Grundlage ein raffiniert kontrolliertes Strukturnetz ist. Dieses generiert sich aus einer mathematischen Kurve, jener Vektorbeschreibung, die von den französischen Mathematikern Pierre Bézier und Paul de Casteljau für das Auto-Design entwickelt wurde.

Gestische und formale Momente werden als eigenständige, jedoch mit der „Orchesterphysiologie“ korrespondierende Bewegungseinheiten herausmodelliert. Die Bewegungen der Musiker werden als musikalisches Mittel mit einbezogen, sie werden also nicht nur als Mittel zum Zweck des angestrebten Klangresultats gesehen, sondern auch umgekehrt als physiologisch natürliche Bewegungen mit dem Klang als „Nebenresultat“.
Die beiden moves bilden den Anfang einer Serie, die sich derartigen Phänomenen widmet. Es geht Srnka darum, Strukturen zu generieren, die sich selbst überwinden und in Klang und Bewegung sinnfällig aufgehen. Letztlich entsteht ein umfassender Blick auf eine Aufführungssituation: auf den Menschen als Musikproduzierenden mit seiner ganzen Bewegungsphysiologie und den Menschen als Wahrnehmenden in seinem physikalischen Umfeld. Und nicht zuletzt geht es um eine grundlegend musikalische Frage nach dem Form- und Zeitgefühl: um die sensible Grenze, wo der Rhythmus endet und die Form beginnt.

Marie Luise Maintz
(aus [t]akte 1/2015]

zurück

English switch to english

Zeitg. Musik

Klang gewordene Zerbrochenheit. Ein neues Vokalwerk von Beat Furrer
Auf dem Weg zum schönen Klang. In memoriam Thomas Daniel Schlee
Fundamentale menschliche Erfahrungen. „Earth“ von Andrea Lorenzo Scartazzini
Von den Träumen der Kindheit. Ľubica Čekovskás „Toy Procession“ für Houston
Die Kantate „Weichet nicht!“ und das „Jüdische Gebet“ von Miloslav Kabeláč
Mit geschicktem Gespür für Form. Der englische Komponist Jonny Greenwood
Komplexer Zwölfton und populäre Filmmusik. Der Komponist Winfried Zillig
Tödliche Begegnungen. Miroslav Srnkas neue Oper „Voice Killer“
Transformationen des Klavierklangs. Beat Furrers Klavierkonzert Nr. 2
Von Hölzern und Eidechsenengeln. Beat Furrers Oper „DAS GROSSE FEUER“ für Zürich
„Unerwartet schön“. Die englische Komponistin Cassandra Miller
No templates! Dieter Ammanns Violakonzert für Nils Mönkemeyer
Über den eigenen Tellerrand hinaus. Philipp Maintz ist „Composer in Focus“ in Aachen
Kunst kommt vom Verantworten. Zum 100. Geburtstag Giselher Klebes
Oberflächenspannungen. Die Komponistin Lisa Illean stellt sich vor
ImpressumDatenschutz