Logo: takte
Das Bärenreiter Magazin
  • Portrait
  • Musiktheater
  • Orchester
  • Zeitg. Musik
  • Gesamtausgaben
  • Publikationen
  • Termine
  • Kontakt

English switch to english

Dramatik instrumental: Scartazzinis Streichquartett Nr. 1

Andrea Lorenzo Scartazzini – aktuell

Nach der aufsehenerregenden Oper Edward II sprechen nun vier Instrumente: Für das Quatuor Diotima komponiert Andrea Lorenzo Scartazzini sein erstes Streichquartett. Der schweizerische Komponist, ein genuiner Dramatiker, der sich in seinem Werk bisher auf Musiktheater und Vokalmusik konzentriert hat, konzipiert sein Quartett als eine musikalische Erzählung. Er reiht sechs Teile aneinander: Kurze Intermezzo-Miniaturen in kleinerer Besetzung wechseln mit ausgewachsenen Hauptsätzen, Motive werden exponiert und später ausgesponnen: „Was im kurzen ersten Satz als Grundmaterial erklingt: ein lapidarer Pizzicato-Gestus, eine vierteltönige Kantilene und ‚geräuschhaft orchestrierte‘ Stille, taucht in verwandelter Form in den späteren Sätzen (III und V) wieder auf. Allen gemeinsam ist ihr Sostenuto-Charakter, ein Innehalten und Horchen sowie die Konzentration auf prägnante motivische Gestalthaftigkeit.“ Die großen Sätze führen bestimmte Grundcharaktere aus: eine Beschleunigung zur maximalen Kraftentfaltung und Helle, dann bilden „traumartige Texturen einen hypnotisch melodischen Singsang“, der letzte dann ist rhapsodisch offen. Scartazzini über sein Werk: „Die Klangsprache des Quartetts umfasst eine große harmonische Bandbreite, von filigranen Dur-Klängen bis zu schärfster Dissonanz, ohne dass diese Mittel polystilistisch wirken. Die über weite Strecken eingesetzte Vierteltönigkeit dient der Erweiterung des chromatischen Spektrums zur Steigerung der Expressivität.“

MLM
(aus [t]akte 2/2017)

zurück

English switch to english

Zeitg. Musik

Klang gewordene Zerbrochenheit. Ein neues Vokalwerk von Beat Furrer
Auf dem Weg zum schönen Klang. In memoriam Thomas Daniel Schlee
Fundamentale menschliche Erfahrungen. „Earth“ von Andrea Lorenzo Scartazzini
Von den Träumen der Kindheit. Ľubica Čekovskás „Toy Procession“ für Houston
Die Kantate „Weichet nicht!“ und das „Jüdische Gebet“ von Miloslav Kabeláč
Mit geschicktem Gespür für Form. Der englische Komponist Jonny Greenwood
Komplexer Zwölfton und populäre Filmmusik. Der Komponist Winfried Zillig
Tödliche Begegnungen. Miroslav Srnkas neue Oper „Voice Killer“
Transformationen des Klavierklangs. Beat Furrers Klavierkonzert Nr. 2
Von Hölzern und Eidechsenengeln. Beat Furrers Oper „DAS GROSSE FEUER“ für Zürich
„Unerwartet schön“. Die englische Komponistin Cassandra Miller
No templates! Dieter Ammanns Violakonzert für Nils Mönkemeyer
Über den eigenen Tellerrand hinaus. Philipp Maintz ist „Composer in Focus“ in Aachen
Kunst kommt vom Verantworten. Zum 100. Geburtstag Giselher Klebes
Oberflächenspannungen. Die Komponistin Lisa Illean stellt sich vor
ImpressumDatenschutz