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Faber Music Stars bei den BBC Proms 2013

Verlag: Faber Music, Vertrieb: Bärenreiter · Alkor

Info: www.fabermusic.com

Die BBC Proms gehören unbestreitbar zu den renommiertesten Musikfestivals. Das Jahr 2013 war ein besonderes für Komponisten von Faber Music, die mit nicht weniger als sieben Ur- und Erstaufführungen vertreten waren.

Julian Anderson: Harmony

Jeder Auftrag für die Proms ist eine Ehre, aber das erste Werk einer Saison komponieren zu können, wie es Julian Anderson in diesem Jahr möglich war, stellt eine noch größere Auszeichnung dar. Harmony, ein Fünf-Minuten-Stück für Chor und Orchester, scheut den prallen Bläserklang einer Konzertouvertüre und setzt an seine Stelle eine friedliche und reflektierte Betrachtung über Musik, Zeit und Ewigkeit. Die Uraufführung spielten BBC Symphony Orchestra and Chorus unter der Leitung von Sakari Oramo.

„… ein unverfälschtes musikalisches Gedicht, das mystische Wellen der Soprane bietet, Böen mit dunklem Grollen in einer einfallsreichen Orchestrierung, der quasi-minimalistische Synkopierungen folgen.“
Andrew Clark / Financial Times 14.7.2013

„Das kurze Anschwellen hinterließ einen bestimmten Geschmack von ,Englischem‘, so als hätte sich Delius für eine Weile mit französisch-modernistischem Chic eingelassen.“    
Ivan Hewett / The Telegraph 12.7.2013


David Matthews: A Vision of the Sea

Heringsmöwen stoßen hernieder, die Flut schwillt an, und das schimmernde Licht eines Sonnenaufgangs füllt die Royal Albert Hall bei der Uraufführung von David Matthews neuem sinfonischen Gedicht A Vision of the Sea. Das BBC Philharmonic unter seinem Chefdirigenten Juanjo Mena war in Bestform. „Den größten Teil des Stücks“, schreibt Matthews, „habe ich in meinem Haus in Kent geschrieben, wo ich das Meer ständig vor Augen habe.“ Das 20-Minuten-Werk war ein Auftrag der BBC zu Matthews‘ 70. Geburtstag.

„Ein gehaltvolles und attraktives Werk … charakteristisch für Matthews‘ Stil mit warmen Lyrizismen und Sinnenfreude, durchsetzt mit Dissonanzen, die sich eher schmerzlich als grob geben.“
Barry Millington / Evening Standard 17.7.2013

„… hinreißend koloriert … ähnelt das Stück der Farbe des Wassers. Holzbläser rufen Möwenschreie hervor, das Blech Sturmböen, das Schlagzeug sickert in Stille ein, worin Stimmung dominiert und Orchestrierung ersten Rang hat.“    
Andrew Clark / Financial Times 17.7.2013


Thomas Adès: Totentanz

Mit seiner atemberaubenden Klangfülle, seinen wilden und wirbelnden Tänzen und seinen Momenten kristallklarer Stille wird der Totentanz von Thomas Adès lange in Erinnerung bleiben. Das dreiviertelstündige Werk bezieht sich auf den berühmten „Lübecker Totentanz“ von 1463 in der Marienkirche, der 1942 vollständig zerstört wurde. Auf dem Bilderzyklus war die tanzende Allegorie des Todes mit zahlreichen Menschen vom Papst bis zu einem Säugling in streng hierarchischer Ordnung zu sehen. Im Totentanz von Thomas Adès fordert der Tod seine Opfer auf, ihm beim Tanz zu folgen. Sie bitten um Gnade, doch ihre Rufe verhallen ungehört. Das Stück wurde von Robin Boyle im Gedenken an Lutosławski und seine Frau Danuta in Auftrag gegeben.

„Eine ungeheure Leistung … Ein kulturelles Ereignis erster Güte.“    
Ivan Hewett / The Telegraph 18.7.2013

„Eins der besten Konzerte des Jahres … Adès‘ Partitur ist überaus brutal, lässt hoch kreischen und tief grunzen, enthält lähmende und taumelnde Momente … Ich fand das Stück – eins seiner besten – aufregend.“
Richard Morrison / The Times 19.7.2013


Colin Matthews: Turning Point

Turning Point von Colin Matthews, ein Auftrag des Concertgebouw Amsterdam aus dem Jahr 2007, wurde seitdem vom Gürzenich-Orchester und dem Tanglewood Music Center Orchestra gespielt. In diesem Jahr erfuhr es seine englische Erstaufführung, überwältigend dargeboten vom BBC National Orchestra of Wales unter Thomas Søndergård.

„Die ekstatischen, reichlich ausgeschmückten Holz- und Blechbläserpassagen tragen Beiklänge an Mahler und Berg. Eine wunderschöne Darbietung.“
Tim Ashley / The Guardian 30.7.2013

„Genial aufgebaut lebt das Stück vom Wechsel zwischen einem Mosaik aus fieberhaft wirbelnden Motiven und einer Wand aus sehr langsamen, meist konsonanten Streicherharmonien à la Gorecki.“
Richard Morrison / The Times 31.7.2013

(aus [t]akte 2/2013]
(Übersetzung: Johannes Mundry)

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