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Das Bärenreiter Magazin
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Jetzt unter einem guten Stern. Jean-Philippe Rameaus „Les Boréades“

Auf Rameaus „Les Boréades“ schien ein Fluch zu lasten. Damit ist nun endlich Schluss: Mit der Edition im Rahmen der „Opera Omnia Rameau“ und den verschiedenen Aufführungsoptionen, die das Material bietet, stehen nun alle Möglichkeiten offen, dieses Meisterwerk aufzuführen.

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Reich und vielfältig. Georg Philipp Telemanns Orpheus-Oper

Georg Philipp Telemanns Orpheus-Oper für das Gänsemarkttheater in Hamburg fällt in seiner Üppigkeit aus dem Gewohnten jener Zeit heraus. Leider ist die Quellenüberlieferung lückenhaft. Grundlage für wirkungsvolle Aufführungen ist der Band aus der Telemann-Auswahlausgabe bei Bärenreiter.
Unter Telemanns erhaltenen Hamburger Bühnenwerken kann „Die wunderbare Beständigkeit der Liebe oder Orpheus“ (TVWV 21:18) als das ungewöhnlichste, in seiner Überlieferung zugleich auch problematischste Werk gelten. Ungewöhnlich, ja für die gesamte Opernproduktion des Theaters am Gänsemarkt sogar singulär, ist die Verbindung von deutscher, italienischer und französischer Sprache im Libretto des Stückes, eigentümlich und erklärungsbedürftig die erste nachweisbare Aufführung der Oper als ein „Concert“ am 9. März 1726, das von der berühmten Sängerin Margaretha Susanna Kayser (1690–1775) veranstaltet wurde. Orpheus war ursprünglich als reguläre Repertoireoper konzipiert mit verschiedenen Bühnenbildern, reicher Bühnenaktion und vielfältigen Chor- und Tanzszenen; warum das Stück 1726 nur als Konzert aufgeführt wurde, ist unklar. Solche einmaligen Darbietungen stellten während der Fastenzeit, in der Opernaufführungen in Hamburg verboten waren, eine Möglichkeit dar, das Opernhaus trotz ruhenden Spielbetriebs gewinnbringend zu nutzen.

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Interview: René Jacobs über Telemanns Oper „Orpheus“

Eine besondere Liebe des Dirigenten René Jacobs gilt Georg Philipp Telemanns Oper „Die wunderbare Beständigkeit der Liebe oder Orpheus“. Im Interview spricht er über diese Leidenschaft und wie er Fehlstellen in der Quellenüberlieferung füllt.

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Allegorie mit Ballett. Rameaus „Les Fêtes d’Hébé oder Die Lyrischen Talente“

Das höfische Opéra-Ballett „Les Fêtes d'Hébé“ wurde im Mai 1739 in Paris an der Académie royale de musique uraufgeführt und war sofort überaus erfolgreich. Wahrscheinlich hatte Rameau mit einem solch durchschlagendem Erfolg für sein Werk gar nicht gerechnet, das er offenbar sehr schnell auf ein Libretto dilettierender Autoren komponiert hatte, die sich an der Opéra die gleiche Loge teilten: Antoine-César Gaultier de Montdorge und Louise-Angélique Rondin de La Tournerie. Die Idee, ein Libretto zu einem Ballett zu schreiben kam ihnen infolge der Aufführungen von Les Indes galantes im Jahr 1735. In diesem Jahr hatte Rameau seine Tragödie Samson nach einem Libretto von Voltaire wegen der Zensur nicht zur Aufführung bringen können, und so beschloss er, einen Großteil der Musik aus Samson in der Partitur von Les Fêtes d'Hébé wiederzuverwenden.

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„Singularity“ – Miroslav Srnkas Weltraumoper in München

Ein Blick in die nicht allzu ferne Zukunft: In ihrer neuen Oper „Singularity“ stellen der Komponist Miroslav Srnka und der Autor Tom Holloway Gedankenspiele über computerisierte Menschen, Updates, menschliche und technische Fehlfunktionen an. Ihre Oper ist ein rasantes Spiel mit Versatzstücken der Cyberwelt, sie verbindet die Vision mit einer Farce und einem Blick in menschliche Abgründe. Ausdrücklich für junge Stimmen geschrieben, entstand „Singularity“ eigens für das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Die Uraufführungsinszenierung (Premiere: 5.6.2021) verantwortet Nicolas Brieger, das Klangforum Wien wird dirigiert von Patrick Hahn. Die Produktion wird sowohl live gespielt als auch im Stream zu erleben sein. „Singularity“ ist nach „Make No Noise“ und  „South Pole“ die dritte Oper von Miroslav Srnka und Tom Holloway für die Bayerische Staatsoper.

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Charles Gounods „Faust“ in der Dialogfassung von 1859 an der Oper Köln

Nach der mit vielen Preisen ausgezeichneten CD-Ersteinspielung der von Paul Prévost edierten und rekonstruierten Dialogfassung von Gounods „Faust“ mit gesprochen Dialogen wird diese nun erstmals auf der Bühne zu erleben sein. Im Bühnenbild von Herbert Murauer hat der renommierte Regisseur Johannes Erath seine Inszenierung speziell für die von der Kölner Oper genutzte Spielstätte im Staatenhaus im kreativen Umgang mit den aktuell gültigen Abstandsregeln konzipiert. Sie verkörpert ebenso den Esprit der Opéra Comique wie die musikalische Interpretation durch GMD François-Xavier Roth, das Gürzenich Orchester und die weitgehend aus dem Ensemble der Oper Köln besetzten Gesangssolisten mit Anne-Catherine Gillet (Marguerite) als einzigem Gast. Besonders gespannt sein darf man auf den erst vor kurzem wiederentdeckten zweiten Teil von Fausts berühmter Arie „Salut! demeure chaste et pure“, der bei der Uraufführung am 19. März 1859 im Pariser Théâtre-Lyrique infolge eines kurzfristigen Sängerwechsels gestrichen wurde und in der Bärenreiter-Ausgabe exklusiv publiziert wird. Als junger Faust wird Young Woo Kim die Cavatine in ihrer zweiteiligen Originalfassung am 5. Juni 2021 zur späten Uraufführung bringen. Die Premiere und alle weiteren Vorstellungen werden sowohl live vor Publikum stattfinden als auch von der Oper Köln als Streaming nach dem pay as you wish-Modell angeboten.

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Le retour à la vie – Sommerfestspiele 2021

Rückkehr ins Leben lautet das beziehungsreiche Motto des diesjährigen Festival Berlioz in dessen Geburtsort La Côte-Saint-André, bei dem sich in der 2. Augusthälfte führende Berlioz-Interpreten wie Sir John Eliot Gardiner, Francois-Xavier Roth, Jérémy Rhorer, John Nelson und Valery Gergiev Schlüsselwerken des Komponisten widmen werden, darunter „Les Troyens à Carthage“, „La Damnation de Faust“, „L’Enfance du Christ“, Requiem, „Symphonie fantastique“ und „Lelio ou Le retour à la vie“ sowie „Les nuits d’été“. Dass nach langer Zeit der Stille endlich wieder Musik erklingen kann, ist auch für die traditionellen Sommerfestspiele in Aix-en-Provence, Glyndebourne, München, Salzburg und Luzern, um nur die prominentesten zu nennen, ein Grund mehr zum Feiern. Bärenreiter ist mit seinen kritischen Neueditionen und Aufführungsmaterialen barocker und klassisch-romantischer Opern vielfach vertreten, darüber hinaus mit Erstaufführungen neuer Konzertwerke von Beat Furrer und Miroslav Srnka. Die Termine sollten sicherheitshalber beim jeweiligen Veranstalter verifiziert werden.

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Musiktheater

Typisch französisch. Die „Faust“-Werke von Berlioz und Gounod
Eine verrückte Idee. Bohuslav Martinůs komische Oper „Alexandre bis“
Vom Untergang des Rossknechts. Winfried Zilligs Zwölfton-Oper „Rosse“
Große Meister für junges Publikum. Bühnenwerke für Kinder und Jugendliche
Ruth Zechlins Oper „Sommernachtsträume. Die Salamandrin und die Bildsäule“
„Leonore“: Beethovens unbekannter „Fidelio“. Die Fassung von 1805
Kann das gutgehen? Liebe zwischen Feinden in Rameaus „Les Fêtes de Ramire“
Orpheus und Eurydike. Das Drama um die Macht des Gesangs, um Liebe und Tod
Kontrapunkt und Theaterinstinkt. Vier Neueditionen von Werken Contis
Dramatische und psychologischer Intensität. Jean-Baptiste Lullys Oper „Psyché“
San Francisco oder VEB Kraftverkehr. Heiteres Musiktheater der DDR
Glucks Ballettmusik zu „L’Île de Merlin“
Tödliche Begegnungen. Miroslav Srnkas neue Oper „Voice Killer“
Von Hölzern und Eidechsenengeln. Beat Furrers Oper „DAS GROSSE FEUER“ für Zürich
Von fernen und magischen Welten. Joseph Haydns Opern
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