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Agostino Steffanis Meisteroper „Niobe“

(20.11.2012) Cecilia Bartolis jüngste CD „Mission“ (Decca), ein flammendes Plädoyer für den Komponisten Agostino Steffani, enthält allein fünf Arien und Duette aus dessen Oper Niobe, regina di Tebe. Bereits 2008 hat Thomas Hengelbrock Steffanis letzte Münchner Oper im Rahmen einer viel gepriesenen Neuinszenierung bei den Schwetzinger Festspielen vorgestellt, die 2010 auch in Luxemburg und am Royal Opera House Covent Garden London zu erleben war. In Verbindung mit diesem Aufführungsprojekt erschien bei der Edition Balthasar Neumann eine kritische Ausgabe der Niobe mit komplettem Aufführungsmaterial, die über die Alkor Edition Kassel erhältlich ist. Sie bietet eine verlässliche Basis für weitere Neuinszenierungen und die längst überfällige Gesamteinspielung dieses Meisterwerks der frühbarocken Oper.

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Ortloser Ort, zeitlose Zeit. Beat Furrers Musiktheater „Wüstenbuch“ für Basel

Die Wüste steht im gedanklichen Brennpunkt von Beat Furrers neuem Musiktheaterprojekt Wüstenbuch, das in einer Inszenierung von Christoph Marthaler am Theater Basel uraufgeführt wurde – die Wüste als Ort des vollkommen Fremden, des Nicht-Seins, der Erinnerungslosigkeit, des Todes. Beat Furrer öffnet Fenster zu diesem „ortlosen Ort“. Die deutsche Erstaufführung fand bei MaerzMusik Berlin in der Schaubühne am Lehniner Platz statt.

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Francesco Cavallis „L’Artemisia“

Die Kunstfestspiele Hannover-Herrenhausen warteten am 26. Juni mit einer echten Opernrarität auf, dem 1657 in Venedig uraufgeführten Dramma per Musica L'Artemisia von Francesco Cavalli. Für die Erstaufführung in neuerer Zeit hat der Cavalli-Spezialist Hendrik Schulze eine kritische Edition erarbeitet, auf deren Basis Claudio Cavina und sein Ensemble La Venexiana ihre Interpretation vorstellten. Eine weitere Aufführung fand am 24. Juli beim Festival de Radio France et Montpellier Languedoc-Roussillon statt, der sich eine CD-Einspielung anschließen wird. Partitur und Aufführungsmaterial von L'Artemisia erscheinen im Rahmen der von Bärenreiter begonnenen Reihe Opere di Francesco Cavalli.

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„Hamlet“ mit glücklichem Ausgang. Ambroise Thomas’ Oper in kritischer Edition

Ambroise Thomas konzipierte die Partie des Hamlet zunächst für hohe Männerstimme und notierte erste Skizzen im Tenorschlüssel. Erst als bekannt wurde, dass der charismatische Sängerdarsteller Jean-Baptiste Faure den Hamlet verkörpern würde, adaptierte der Komponist die bereits existierende Musik für Bassbariton. Bald nach der Uraufführung 1868 an der Pariser Académie Impériale de Musique erschien ein Klavierauszug der Tenorfassung im Druck, den Thomas freigegeben, wahrscheinlich sogar selbst erstellt hatte. Von Hugh Macdonald im Rahmen seiner „Hamlet“-Neuedition für Bärenreiter · Alkor nach den Quellen rekonstruiert, wird diese Fassung am 15. Juli 2022 beim Festival Radio France Occitanie Montpellier erstmals zu hören sein, mit dem amerikanischen Startenor John Osborn in der Partie des dänischen Prinzen. Michael Schønwandt leitet den Chor der Opéra und das Orchestre National Montpellier Occitanie. Die konzertante Aufführung wird zeitversetzt von Radio France übertragen.

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Gegenwärtigkeit und Abwesenheit. Michael Jarrells „Le Père“ für die Schwetzinger Festspiele

Michael Jarrells Musiktheaterwerk Le Père entstand nach dem Text Der Vater aus Heiner Müllers Germania Tod in Berlin und stellt einen Brennpunkt der musikalischen und poetischen Themen dar, mit denen sich der Schweizer Komponist immer wieder intensiv auseinandersetzt. Die Uraufführung fand am 3. Juni 2010 bei den Schwetzinger Festspielen statt. Gilles Privat verkörperte den Vater, weitere Mitwirkende waren die Neuen Vocalsolisten Stuttgart und Les Percussions de Strasbourg. Es inszenierte André Wilms.

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"Ali Baba und die 40 Streicher". Ein neues Kinderorchesterstück

Sandstürme, Banditen und eine hilfsbereite Schlange: Im Kinderstück Ali Baba und die 40 Streicher ist viel los. Sogar ein Walzer erklingt im fernen Arabien. Am Ende dürfen die Streicher zusammen mit den Bläsern wieder für den Großwesir spielen.

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Berlioz’ Bearbeitung von Webers „Freischütz“

Eine spannende Wiederentdeckung kündigt auch die Pariser Opera Comique an: Hector Berlioz' französischsprachige Bearbeitung von Carl Maria von Webers Der Freischütz. Kein Geringerer als Sir John Eliot Gardiner wird die Neuinszenierung von Dan Jemmett musikalisch leiten und dabei auf sein Orchestre Révolutionnaire et Romantique und den Monteverdi Choir zurückgreifen. Der Premiere am 7. April folgen weitere Vorstellungen am 9., 11., 13., 15. und 17. April.

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Musiktheater

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Eine verrückte Idee. Bohuslav Martinůs komische Oper „Alexandre bis“
Vom Untergang des Rossknechts. Winfried Zilligs Zwölfton-Oper „Rosse“
Große Meister für junges Publikum. Bühnenwerke für Kinder und Jugendliche
Ruth Zechlins Oper „Sommernachtsträume. Die Salamandrin und die Bildsäule“
„Leonore“: Beethovens unbekannter „Fidelio“. Die Fassung von 1805
Kann das gutgehen? Liebe zwischen Feinden in Rameaus „Les Fêtes de Ramire“
Orpheus und Eurydike. Das Drama um die Macht des Gesangs, um Liebe und Tod
Kontrapunkt und Theaterinstinkt. Vier Neueditionen von Werken Contis
Dramatische und psychologischer Intensität. Jean-Baptiste Lullys Oper „Psyché“
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Glucks Ballettmusik zu „L’Île de Merlin“
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